Die Chirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet. Hier geht es um direkte, manuelle oder instrumentelle Einwirkung auf den Körper des Patienten, auch Operation genannt. Übersetzt heißt das Wort „Handwerker“. Klingt vielleicht ein bisschen robust, letztendlich macht der Chirurg aber nichts anderes. Entfernt werden in der Chirurgie die kranken Organe, entweder vollständig oder nur teilweise. Hier gibt es acht Fachrichtungen: die Allgemein, Gefäß, Herz, Kinder, Unfall, Plastische, Thorax und Viszeralchirurgie. Dieses Fachgebiet ist eines der schwierigsten Felder in der Medizin. Bevor hier „losgelegt“ werden kann, wird vorerst ein mehrjähriges Studium der Medizin vorausgesetzt, sowie die mehrjährige Facharztausbildung. Die Arbeit an sich und die alltäglichen Herausforderungen machen diesen Beruf so einzigartig und zugleich komplex. Ein Chirurg wird mit Verletzungen konfrontiert, die so umfangreich und unterschiedlich sein können, dass dies alleine schon eine große Herausforderung darstellt. Da nicht jede Verletzung gleich ist, gehören hier viel Erfahrung und Geschick dazu.

Umfangreich, interessant und schwierig

Das Thema Chirurgie ist eines der interessantesten Themengebiete in der Medizin. In keinem anderen Fach fallen hier so viele Überstunden an wie in diesem Gebiet. Teilweise schlafen Chirurgen nicht viel, wenn überhaupt, da sie immer einsatzbereit sind. Hier kann es passieren, dass nach Dienstschluss ein Notfall kommt und der Chirurg mit einer stundenlangen Operation beschäftig ist. Dies ist allerdings jeden Student bewusst, der sich dieses spezielle Fachgebiet auswählt. Körperlich und geistig können auch Operationen sein, die sich über den ganzen Tag hinziehen. Daher wird auch eine psychische Stabilität vorausgesetzt. Wer nicht mit Stresssituationen umgehen kann, ist in diesem Beruf fehl am Platz. Es kann auch passieren, dass ein durch den Unfall verstümmelter Mensch in die Notfallaufnahme kommt, hier heißt es „Nerven behalten“. Aber auch die Aufnahme von Kindern in der Notfallaufnahme stecken nicht viele so einfach weg. Allerdings muss jeder Chirurg schnell handeln, dass das Leben des Opfers gerettet werden kann.

Ein toller Beruf mit viel Höhen und Tiefen

Die Chirurgie ist ein toller Beruf mit Höhen und Tiefen. In der Unfallchirurgie werden oftmals schwere Fälle eingeliefert, die nicht immer gut ausgehen. So kann es (leider) auch passieren, dass der Patient auf dem OP-Tisch stirbt. Aber auch Menschen, die gerettet werden konnten, bereichern diesen Beruf. Freizeit bleibt hier nicht viel, da kaum geschlafen wird oder kurzfristig doch noch eine Not-Operation ansteht. Wer sich für diesen Beruf entschieden hat, weiß, worauf er sich einlässt. Hier werden die persönlichen Bedürfnisse zurückgestellt und jeder Chirurg lebt für seine Berufung. Die psychische Belastung muss also gegeben sein, da es hier um Leben und Tod der anderen geht. Aber auch die Vor- und Nachbehandlung gehört zu den Aufgaben eines Chirurgen. Auseinander setzen müssen sich diese Ärzte immer wieder mit neuen Verfahren zur Behandlung und Diagnose. Lebenslange Lernbereitschaft ist eines der vordergründigen Voraussetzungen für diesen einzigartigen Beruf in der Medizin. Aber auch soziale Kompetenzen dürfen hier nicht fehlen. Als Selbstverständlichkeit wird mitunter Einfühlungsvermögen angesehen. Ein Chirurg, der mit den Patienten nicht gut umgehen kann, kann deren Gesundheitszustand wesentlich negativ beeinflussen. Von daher sollte dies nicht unterschätzt werden. Chirurgie, ein Beruf, der volle Hochachtung verdient.

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